Stiftungsbibliothek
Seit ihrer Gründung 2007, als die Internationale Giuseppe Verdi Stiftung die Stiftungsarbeit aufnahm, entstand schrittweise auch eine Stiftungsbibliothek mittels regelmäßiger Ankäufe von Literatur, Schenkungen und der Integration der privaten Gründerbibliothek – Frank van Strijthagen – darin mit rund 500 Büchern sowie 750 CDs und Schallplatten.
Konkret bedeutet dies das Mitte 2013 Vorhanden sein eines Bibliotheksbestands von rund 1000 Büchern, Klavierauszügen, Partituren, 850 CDs und 200 Schallplatten.
Ein außergewöhnliches Vermächtnis;
Mitte November 2013 entstand dann nach mehrere Telefongespräche und gegenseitiger E-Mailverkehr, eine so kann man sagen besondere Freundschaft zwischen der Internationalen Giuseppe Verdi Stiftung und einem international hochgeschätzten Professor der Technischen Universität Eindhoven. Dabei handelte es sich um Prof. Dr. Ralph Otten.
Was nämlich zunächst mit einige einfachen Anfragen nach Informationen über die IGVS anfing, entwickelte sich rasch zu einem intensiven Austausch über Giuseppe Verdi, seine Werke und die europäische Musikgeschichte. Und so wurden über drei Jahre hinweg mehr als 150 E‑Mails ausgetauscht – ein Dialog voller Leidenschaft, Wissen und gegenseitiger Wertschätzung.
Im September 2016 verunglückte Prof. Dr. Otten während einer Reise in Georgien tragischerweise tödlich, folglich eine Lücke entstand, die bis heute weiter besteht. Oder auch: Ralph Ottens Liebe für Verdi war dermaßen beispiellos, dass jeder neue Tag uns dazu aufruft, daran zu denken.
Nach sieben Jahren des Nachdenkens, Abwägens und vieler Gespräche mit mehreren Institutionen – auch mit dem Istituto Nazionale di Studi Verdiani in Parma – entschloss sich Prof. Dr. Ottens Witwe, der Internationalen Giuseppe Verdi Stiftung das gesamte Vermächtnis ihres Mannes zu schenken: eine enorme, weltweit einzigartige Verdi‑Bibliothek, deren Wert weit über eine Million Euro liegt. Die Sammlung umfasst Bücher, wissenschaftliche Studien, seltene Ausgaben, ikonographisches Material mehrere Autografen und Faksimili – ein Schatz von unschätzbarem kulturhistorischem Wert.
Diese Bibliothek ist übrigens nicht nur eine Sammlung. Sie ist auch ein Zeugnis eines Lebens, das der Forschung und der Musik gewidmet ist. Sie ist ein Geschenk an die Zukunft, das bewahrt und zugänglich gemacht werden muss. Und darüber hinaus ist sie ein Auftrag an uns, der IGVS zu helfen, dieses Erbe zu schützen und der internationalen Verdi‑Forschung zu öffnen.
Derzeit befindet sich die Sammlung noch in Maastricht. Das Ziel ist es jedoch, sie vollständig zu katalogisieren, zu sichern und für Wissenschaftler, Musiker, Studierende und Verdianer zugänglich zu machen. Dafür benötigt die IGVS einen geeigneten Raum in München oder Umgebung oder auch anderwo – einen Ort, der dieser außergewöhnlichen Bibliothek gerecht wird und zugleich ein Zentrum für Forschung und Begegnung werden kann.
Denn die Verdi‑Bibliothek ist ein Geschenk; ihre Zukunft ist unsere Verantwortung.
Kontakt: E‑Mail sekretariat(at)igvs(dot)eu oder telefonisch +49 (0)160 94177433






