I LOMBARDI ALLA PRIMA CROCIATA

Entstehungsgeschichte
 

Informationen über die Genesis von I lombardi alla prima crociata sind so gut wie keine vor­handen. Von Verdis Verhandlungen mit der Scala hat nur das Gerücht überlebt, daß (eingedenk des glänzen­den Erfolgs von Nabucodonosor, 1842) Bartolomeo Merelli, der Impresario des Hauses, Verdi als Bezahlung für die neue Oper einen Blankoscheck ausgestellt haben soll. Auf den Rat seiner künftigen Frau, der Sängerin Giuseppina Strepponi, forderte und erhielt Verdi der gleichen Betrag, (8.000 Lire) den Bellini für Norma (1831) verlangt hatte. Auch ist keine einschlägige Korrespondenz zwischen Verdi und Solera erhalten. Folgt man Verdis späteren Erinnerungen, dann änderte er kaum etwas ar Soleras erstem Entwurf. Lediglich auf Betreiben der kirchlichen Zensurbehörde mußten einige geringfügige Korrekturen vorgenommen werden. Die erste Aufführung mit Erminia Frezzolini (Giselda), Carlo Guasco (Oronte) und Prosper Dérivis (Pagano) wurdt vom Publikum stürmisch gefeiert, ein Erfolg, de mitbestimmt war von den aktuellen politischen Konnotationen des Stücks: die auf der Hand liegende Identifikation der gegen die Türken kämpfenden lombardischen Kreuzfahrer mit den unter österreichische Herrschaft stehenden Mailändern der Risorgimento Ära. Für Wiederaufführungen in Senigallia im Jul 1843 schuf Verdi für Frezzolinis Mann Antonio Poggi (Oronte) eine effektvollere Alternativfassung de Cabaletta "Come poteva un angelo" und nahm auch am Finale des II. Akts einige geringfügige Änderungen vor. Bereits 1845 war Verdi von dem Verlege Leon Escudier nach Paris eingeladen worden. Kontakte mit der Opera konkretisierten sich im Sommer 1847, als Verdi einen Vertrag über ein neues Werl unterschrieb, das noch im Herbst herauskomme:

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