DIE STIFTUNG (PROJEKTE)

Kauf u. Restaur. Palazzo Orlandi (Verdis 1. Wohnsitz in Busseto)

Nachdem Verdi mit seinen Opern Nabucodonosor (Nabucco), I Lombardi alla prima crociata, Ernani, I due Foscari und Giovanna d’Arco triumphale Erfolge verbucht hatte und  er demzufolge bereits im Alter von 32 Jahren mehr oder weniger finanzielle Unabhängigkeit erwirtschaftet hatte – bis zu diesem Zeitpunkt lebte er überwiegend in Mailand –, kaufte er 1845 den in der heutigen Via Roma gelegenen Palazzo Cavalli (heute Palazzo Orlandi) für den damals fast astronomischen Betrag von 45000 Lire. Ziel des Kaufs war es, mit seiner damaligen Lebensgefährtin und späteren zweiten Ehefrau Giuseppina Strepponi als einer der Bussetaner darin zu leben, glücklich zu sein und zu arbeiten, einfach so wie alle anderen Bussetaner, denn in dieser wenngleich kleinen Stadt war er aufgewachsen und hatte  er auch seine ersten Schritte auf dem Weg zum Weltruhm getan.

Alles sollte aber ganz anders kommen, als der junge Verdi und seine Giuseppina es sich vorgestellt hatten, denn nur wenige ihrer Stadtgenossen konnten oder wollten akzeptieren, dass ihr Verdi unverheiratet mit einer Frau zusammenlebte, und das auch noch mit einer Frau, die schon  die Mutter von drei Kindern war.

Verdi selbst verstand dies aber als eine nicht hinnehmen zu können Einmischung in sein Privatleben und  so kam es,  dass nachdem er 1850/51 das zerfallene Landgut Sant'Agata gekauft hatte -Teile dieses Gutes hatten schon immer seiner Familie gehört-, er mit seiner Lebensgefährtin dorthin zog und Giuseppina den Palazzo überließ, um ihr die Möglichkeit zu geben, daselbst eine Musikschule gründen zu können.

Da aber noch immer viele persönliche Dokumente Giuseppina Verdi-Strepponis nicht eingesehen werden dürfen, wissen wir nicht, wie lange Giuseppina Strepponi die Musikschule betrieben hat.  Auch ist nicht wirklich bekannt, wer oder welche Institution(en) danach den Palazzo genutzt haben. Und ebenfalls ist nicht bekannt, wann die Familie Orlandi ihn gekauft hat und ob es noch andere Eigentümer gegeben hat.

Wohl wissen wir, dass am Anfang des 20. Jahrhunderts der berühmte Dirigent Arturo Toscanini ihn für mehrere Jahre gemietet hatte und ihn auch als seinen Wohnsitz genützt hat.  Und weiter ist bekannt, dass  später ein kleines Verdi-Museum im Palazzo eingerichtet wurde.

Aber bereits seit Jahren heißt es, dass das Palazzo leer steht und sich in einem äußerst desolaten Zustand befindet, sodass die Gefahr besteht, dass er sich in eine Ruine verwandeln könne,

Die Internationale Giuseppe Verdi Stiftung, möchte hier gegensteuern und den Palazzo kaufen und restaurieren. Der aktuelle Preis beträgt jedoch Euro 1.500.000,- ; es ist aber möglich darüber noch zu verhandeln, weil einer der Eigentümer die Internationale Giuseppe Verdi Stiftung emphatisch gegenüber steht. Sollte es daher gelingen um nach der Abschluss eines Kaufvertrags und erste Restaurierungsmaßnahmen das Haus wieder in einen akzeptablen Zustand zu versetzen, dann könnte es auch wieder für Verdi genützt werden.

Wie? Darüber wurde bereits ausführlich auf dieser Seite berichtet. 

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