DIE STIFTUNG (DAS GR. PATENSCHAFTSPROJEKT - ERWERB 239 BRIEFE / ORIGINALHANDSCHRIFTEN)

Kurze beschreibung Beziehung / Freundschaft Giuseppe Verdi / Teresa Stolz

Durch die in Bologna am 27.10.1867 stattge- fundene italienische Erstauffüh- rung  von Don Carlos, wofür die Theaterleitung die besten Inter- preten verpflichtet hatte... , für die Rolle der Elisabeth auch die  berühmte Sopranistin Teresa Stolz, begegnete Verdi der Künstlerin wahrscheinlich 1869 erstmalig persönlich. Diese Begegnung kam vermutlich deswegen zustande, weil die Sängerin zuvor auch schon mehrfach sehr erfolgreich an Aufführungen von anderen Verdi- Opern mitgewirkt hatte. Und das sollte sie auch weiterhin bis 1875 tun. Aber ob sich Verdi im genannten Jahr diese Begegnung auch persönlich gewünscht oder es sich einfach nur so ergeben hatte, wird wohl für immer ungeklärt bleiben. Jedenfalls entwickelte sich nach dieser Begegnung ein immer enger werdendes  Band zwischen  dem Maestro und der Künstlerin, das  schließlich bis Verdis Tod 1901 Bestand haben sollte. Und dass dieses Band vor allem für Teresa Stolz von großer Bedeutung gewesen ist, wird nicht nur dadurch deutlich, dass die Künstlerin Verdi immer wieder auf seinem Landsitz Sant'Agata besuchte, sondern auch durch einen beinahe drei Jahrzehnte andauernden sehr intensiven Briefwechsel.  Trotzdem darf  aber daraus  nicht  zwingend geschlossen werden, dass zwischen Verdi und Stolz auch von einer für seine Ehe mit Giuseppina Strepponi bedrohlichen Liebesbeziehung die Rede war. Zwar spricht einiges dafür..., auch gab es darüber immer wieder Spekulationen..., nachgewiesen werden konnte es jedoch bis heute nicht. Allerdings könnten die nun zu erwerbenden Briefe diesbezüglich für Aufklärung sorgen, weshalb die IGVS den Briefwechsel gerne ankaufen möchte. Aber nicht nur deswegen, denn die 235 Briefe enthalten  nachweislich auch sehr wertvolle Informationen bezüglich Verdis 30 letzten  Lebensjahren. Für dieses Konvolut, das vor mehreren Jahren noch den Erben von Teresa Stolz gehörte, wird aber ein hoher Preis verlangt, der nur durch große Sponsoren und, wie oben erwähnt wurde, mittels einer großen Patenschafts - Aktion aufgebracht werden kann. So wie das bezüglich der letzten großen Handschrift Beethovens (seine  33 Variationen über ein Thema von Anton Diabelli) zwischen 2008 und 2010 ebenfalls geschah.

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